Dienstag, 19. Juni 2012

#44 MENSCHEN

Es kann sich so vieles in einem Leben drehen. Aber es wird immer einen oder mehrere Menschen geben mit denen man sein Leben teilt, egal wo es hindreht.
Diese Menschen ordnet man automatisch in Kategorien ein.
Da gibt es zum Beispiel die besten Freunde. Mit denen teilt man alles und es wäre kein Problem, wenn man sie 24 Stunden um sich hätte. Diese Menschen LIEBT man. Man kennt ihre Macken, ihre Ängste, ihre Vergangenheit und ihre Wünsche für die Zukunft. Man weiß, dass sie alles tun würden um für immer zu bleiben. So wie man es selbst auch tun würde. Die besten Freunde bilden die kleinste, unentbehrlichste, persönlichste Gruppe. Man kann nicht mehr ohne sie.
Die guten Freunde sind irgendwie immer da aber können einem auch gehörig auf die Nerven gehen. Man kann mit ihnen Spaß haben, sie bringen Abwechslung ins Leben und wechseln von Zeit zu Zeit. Abends geht man mit ihnen weg und betrinkt sich. Dann erzählt man ihnen ein paar (peinliche) Sachen. Wenn man sich streitet ist die Freundschaft vorbei, oder man versöhnt sich wieder. Unkompliziert eben.
Die guten Bekannten sind Menschen, die man zu bestimmten Zeitpunkten immer wieder trifft. Zu Parties, Konzerten, ect. Man redet mit ihnen über das Leben, philosophiert, tauscht Kleinigkeiten aus. Man kennt sich, man umarmt sich, aber man weiß nicht wirklich etwas über das Leben, die Vergangenheit des anderen. Auch nicht, wenn man seine Gedanken teilt. 
Dann haben wir da die Bekannten. Die tauchen immer mal wieder auf. In der Stadt, oder auch einfach irgendwo. Entweder man freut sich, dass man sie gerade trifft, oder sie gehen einem einfach nur bestialisch auf den Sack, weil sie versuchen sich in der Freundschaftsrangliste hochzuarbeiten. Man lacht viel zusammen. Erfreut sich (oder eben nicht...) am Augenblick und geht dann wieder seine eigenen Wege. 
Und dann gibt es diese Art von Menschen, die eben da sind. Man akzeptiert sie, redet hinter irgendwelchen Rücken über sie, weil man sie nicht kennt, sie insgeheim bewundert oder einfach nur aus Langeweile. Diese Menschen tun das auch. Man vergleicht sich mit diesen Menschen. Kann sein, dass genau diese "breite Masse" den Menschen zu dem macht, was er tatsächlich ist. Man will auffallen um Bekanntschaften zu sammeln. Freunde zu finden. Irgendwo in der grauen Einheit der von anderen akzeptierten Menschheit seinen Platz, seinen Freundeskreis, sein Nest finden und ausbauen. 

Was ich persönlich am schlimmsten finde: 
Wenn Menschen einfach nicht mehr von sich Preis geben wollen und auf einer "Freundschaftsstufe" stehen bleiben, obwohl man sich den Arsch aufreißt und versucht diesen EINEN Menschen zu knacken. Daran hält man fest. Kann es nicht dulden. Man muss immer weiter bohren. Man konzentriert sich nur auf diese eine Person und verzweifelt schlussendlich vollkommen... 

Lied beim Schreiben: 



 Es ist wunderschön. Ich liebe ihre Stimme. Es geht um Meschen. 
Was will man mehr?